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Aktuell

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Passion 2011 - Was ist neu?

passion

Text, Spiel, Besetzung und musikalische Gestaltung sind gegenüber den vergangenen Spielen etwas verändert worden, vor allem rückt eine jüngere Generation nach. Leichte sprachliche Modernisierungen sollen eine Anpassung an den heutigen Sprachgebrauch bewirken.

Das Spiel ist um einen Akt gekürzt worden, dagegen sind aber Jesu Abschied von seiner Mutter und einige Apostelrollen ausgebaut, sowie die Rolle des Judas aufgewertet worden. Wir suchen verstärkt zu zeigen, dass Judas zwar in Jesus den Messias sieht, er aber infolge seiner Hoffnung auf einen Revolutionsführer, der die Juden vom römischen Joch befreien würde, enttäuscht wird.

Unverändert gehen wir der Frage nach, wie es sein kann, dass Jesus, der das Gebot der Liebe bis zur Selbstaufopferung gepredigt hat, am Kreuz hingerichtet wird. Die Geschichte vom Tode Jesu ist nicht eine Geschichte von der Kreuzigung des Menschensohnes durch die Juden und ihre Verwerfung von Gott. Jesus selbst ist Jude, handelt als Jude und steht in der Tradition des Judentums. So wird in unserem Spiel das Letzte Abendmahl zunächst als jüdisches Pessachfest gefeiert; erst gegen Ende dieser Feier wird das Neue, der Neue Bund eingesetzt.

Unser Spiel soll keine Darstellung von Schwarz und Weiß sein – hier die Bösen, dort die Guten: Jesus erfährt auch Widerspruch und Unverständnis aus den eigenen Reihen, von seinen Jüngern und Freunden; anderseits bekommt er auch Zuspruch und Bewunderung aus den Reihen der Anderen, jener die man gemeinhin als seine Gegner, ja Todfeinde sieht.

Letztlich entspricht es der Tradition des Feldkirchner Passionsspiels, dass wir versuchen die Passion Jesu mit dem heutigen Leiden unserer Mitmenschen zu verbinden. Nicht nur wollen wir uns vom Leiden unseres Herrn berühren lassen, sondern zugleich auch uns selbst und den Zuschauern Herz und Augen für das Leid um uns herum öffnen. Dazu dienen vor allem die Zwischenspiele, die von uns für jede Passionsspielzeit neu gestaltet werden.