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Vorwort Vorwort
Seit 1973 werden in Feldkirchen die Vorgänge um den Prozess, um Leiden und Tod von Jesus Christus auf die Bühne gestellt und damit den Zuseherinnen und Zuse-hern auch als Sinnbild für das eigene Leben und zugleich als Frage an die ei-genen Verhaltensweisen vorgestellt. Rund 150 Personen sind ehrenamtlich auf und hinter der Bühne damit beschäftigt, diese mittlerweile österreichweit bekannten Passionsspiele alle drei Jahre, jeweils in der Fastenzeit, darzustellen. Durch eine Umbau- und Renovierungsphase wurde dieser 3-Jahres-Rhythmus jedoch nunmehr durchbrochen und die Organisation um ein Jahr verschoben. Zwischen den feststehenden Szenen, die die Leidensgeschichte zum Inhalt haben, gibt es als Besonderheit Texte, die sich auf die gegenwärtige Zeit beziehen – die Passion des Menschen findet ja immer wieder statt und das, was Menschen ei-nander antun, von körperlicher bis zu seelischer Gewalt, hat leider immer seine Aktualität. Aber es finden sich auch immer wieder Menschen, die das Leid und die Not, das Der-Gewalt-Ausgesetztsein darstellen, öffentlich machen und die so den Opfern ihre Würde zurückgeben und sie und ihre Schmerzen nicht dem Vergessen oder der Ignoranz anheim fallen lassen. Den Mitgliedern der Schauspielgruppe Feldkirchen, dem Spielleiter und dem Textautor, allen Verantwortlichen ist für ihren Mut und ihre Bereitschaft, dieses besondere Thema künstlerisch umzusetzen sehr zu gratulieren und zu danken. Ihnen und der stets wachsenden Schar der Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Feldkirchner Passionsspielen wünsche ich ein tiefgehendes Erlebnis und eine wirkliche persönliche Bereicherung!
Mag. Franz Voves
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