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Die Regie Die Regie Das Einheitsbühnenbild, das nur durch zwei bewegliche Elemente und das eingesetzte Licht verändert wird, soll nicht naturalistisch dem Zuschauer ein vorgefertigtes Bild geben sondern in jedem Betrachter ein eigenständiges Erleben erwecken und so seine / ihre Fantasie anregen. Das Licht spielt eine große Rolle. Die Sonne senkt sich, als Judas beschließt Jesus zu verraten. Zunächst ist diese Nacht vom warmen Licht der Kerzen beim Letzten Abendmahl erhellt, das fahle Mondlicht fällt danach auf den Blut schwitzenden Heiland am Ölberg, um dann in den Verhandlungen vor dem Hohen Rat in finsterste Nacht zu führen. In der Früh wird Pilatus als Richter angerufen, die Sonne geht auf über einem Tag, der Christus seine Herrschaft vollenden lässt. Im Tod verfinstert sich der helle Tag, ein heftiges Gewitter entlädt sich. Mit der Grablegung sinkt noch einmal die Nacht nieder, die Jünger werden ratlos zurückgelassen. Zu Sonnenaufgang gehen die Frauen zum Grab; das Grab ist leer, aus dem Grab ist die Sonne des neuen Lebens gestiegen und Jesus sendet seine Jünger in die Welt. Unser Spiel, das möglichst getreu dem Text der Bibel folgt, soll deutlich machen: So bist Du, Deine Sache wird hier abgehandelt; auch Du könntest einer aus der Menge sein, irgendeinem der Mitwirkenden siehst auch Du ähnlich. Dem entsprechend wollen wir auch den Bezug zum Hier und Heute zeigen: Dem dienen einerseits die Zwiespältigkeit der Musik - sowohl die elektronisch generierte Zwischenaktmusik, die vielleicht an so manche moderne Filmuntermalung denken lässt, wie auch die als Gegensatz dazu dargebrachten internationalen Passionslieder, die der Chor vorträgt - andererseits aber die diesmal eingesetzten Dialogszenen, die die Themen „Patchworkfamilie“, „das Alt Werden“, „der Tod“ und „die Trauer“ behandeln. Gerade diese Szenen sollen heutige Situationen ansprechen, die jeder von uns – ob jung oder alt – schon einmal erlebt hat, und so zum Nachdenken anregen. |