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Der Text Der Text TEXTERARBEITUNG von Hans PERSTLING Als Religionspädagoge war ich viele Jahre im schulischen Religionsunterricht sowie über 30 Jahre in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern tätig. Mein Engagement in der Pfarre Feldkirchen führte mich schon früh zu den Passionsspielen. Seit über 40 Jahren bin ich aktiv beteiligt, seit zehn Jahren trage ich die Verantwortung für die Textbearbeitung. Ich verstehe Passionsspiele als zeitgemäße Interpretation der biblischen Passions- und Auferstehungserzählungen. Sie eröffnen einen besonderen Raum, in dem biblische Verkündigung ins Heute übersetzt und für Menschen unserer Zeit erfahrbar wird. Für die Passionsspiele 2026 wurden neue inhaltliche Akzente gesetzt und große Teile des Textes neu verfasst. Das zentrale Leitmotiv lautet: „Das Größte aber ist die Liebe.“ Die Feldkirchner Passionsspiele sind ein Mysterienspiel über Liebe und Verzweiflung, über Tod und neues Leben. Jesu Liebe, mit uns geteilt, ist Auftrag und Einladung zugleich: Lebe und liebe wie er. Die Figuren der biblischen Passionsgeschichte fordern uns heraus und stellen uns Fragen: Wer bin ich in dieser Geschichte? Bin ich Maria Magdalena – liebend und verzweifelt? Oder Petrus – mutig und doch von Angst gelähmt? Bin ich wie Judas – voller Hoffnung, aber mit falschen Erwartungen? Ein Mitläufer in der schreienden Menge? Oder jemand, der Macht rücksichtslos ausspielt? Das Passionsspiel ist mehr als ein Schauspiel. Es ist ein Spiegel unseres eigenen Lebens. Das zeigen auch sieben DIALOGE, die als Zwischenrufe das Spiel unterbrechen und nach der Bedeutung des Geschehens Heute fragen. |